Der Philosophische SALON


Eine Kooperation von Kulturverein Haar e. V., Pfarrei St. Konrad und Kleines Theater Haar.
Konzeption: Marianne Heidegger und Hannelore Furtner

Im Focus:

Große Denker des Abendlandes

Die Ideen großer Philosophen auf den Punkt gebracht. Anregend, erhellend, kurzweilig. Gemeinsam mit renommierten Referenten und interessierten Menschen gehen wir der Frage nach, inwieweit uns die großen Denker von der Antike bis heute auch in Zeiten der Veränderung eine Quelle der Kraft und Orientierung sein können.


Alle Impulsvorträge dauern eine gute Stunde und münden in den offenen Diskurs.


Der Eintritt ist frei, Spenden erbeten


Wir beginnen am

Montag, 18. November 2019 um 19.00 Uhr

wo: Kleines Theater Haar, Casinostraße 6
Das Theatercafé hat eine Stunde vor der Veranstaltung für Sie geöffnet.

Referent: Leo Maria Giani M.A.

Er eröffnet den diesjährigen Salon mit dem Thema

Der „Garten“ Epikurs – Philosophie als Lebenskunst

Nach den großen Weltentwürfen von Platon und Aristoteles und der Frage nach dem besten Staat, zeichnet sich in der hellenistischen Epoche (ab 300 v. Chr.) ein Paradigmenwechsel ab: Nun geht es vor allem um die Suche nach der bestmöglichen individuellen Lebensgestaltung und die Frage nach dem wahren Glück. Die hellenistischen Lebenslehren und Glücksphilosophien (Epikureer, Kyniker, Stoiker) kreisen allesamt um die „frühexistentialistische“ Frage nach dem besten Weg zum Glück, zur Befreiung von Angst und Leiden. Eine Frage, die heute so aktuell ist wie damals.


2. Abend

Montag, 2. Dezember 2019 um 19.00 Uhr

wo: Haar, Seniorenclub, Kirchenplatz 2

Referent: Leo Maria Giani M.A.

Die Vorsokratiker: Thales von Milet und die Anfänge philosophischen Denkens

Aristoteles zufolge war es Thales von Milet, der als erster die Frage gestellt habe, „woraus alles Seiende besteht“, und damit die philosophische Art, nach dem Wesen der Dinge zu fragen, begründet hat. Hier werden erstmals die Weichen gestellt für die Emanzipation aus der Götterabhängigkeit hin zu dem, was wir heute unter abendländischer Kultur verstehen; zu Rationalität, Aufklärung und wissenschaftlichem Denken. Welche Rolle haben bei dieser revolutionären Art, Fragen zu stellen, die Errungenschaften wie Alphabetschrift, Geldverkehr und Wissenschaften wie Astronomie und Geometrie gespielt?


3. Abend

Montag, 27. Januar 2020 um 19.00 Uhr

wo: Haar, Seniorenclub, Kirchenplatz 2

Referent: Dr. Walther Ziegler

Thema: Hannah Arendt und die Banalität des Bösen

Hannah Arendt gilt als die bedeutendste Philosophin der Welt. Bekannt wurde sie mit ihren Büchern „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“ und „Vita activa“. Ihre radikalste These aber formulierte sie als Berichterstatterin des Eichmann-Prozesses in Jerusalem. Am Beispiel des NS-Beamten Eichmann könne man „die Banalität des Bösen“ erkennen, die das ganze Ausmaß des NS-Terrors überhaupt erst möglich gemacht hat und bis heute eine Gefahr für die Demokratie darstellt. Hat sie Recht? Was ist das banale Böse? Was ist das radikale Böse?


4. Abend

Montag, 17. Februar 2020 um 19.00 Uhr

wo: Kleines Theater Haar, Casinostraße 6
Das Theatercafé hat eine Stunde vor der Veranstaltung für Sie geöffnet.

Referentin: Prof. Dr. Dr. Katharina Ceming

Die Suche nach dem rechten Maß – Das Oszillieren zwischen Gier und Mäßigung

Bereits in der Antike erkannten die großen Geister, dass die Gier eine menschliche Eigenschaft ist, die sich ungezügelt sehr negativ auswirken kann. Das destruktive Potential der Gier können wir heute global in vielen Lebensbereichen deutlich erkennen. Dennoch scheint vom (Mehr-)Haben-Wollen eine ungemeine Faszination auszugehen. Sind die alten Konzepte von Mäßigung/Askese heute noch geeignet, um einen lebenspraktisch relevanten Kontrapunkt zu setzen? Wie können wir das Streben nach Mehr so gestalten, dass wir nicht unsere Umwelt, von der wir abhängen, zerstören?


5. Abend

Montag, 23. März 2020 um 19.00 Uhr

wo: Kleines Theater Haar, Casinostraße 6
Das Theatercafé hat eine Stunde vor der Veranstaltung für Sie geöffnet.

Referent angefragt

Thema: Prof. Dr. Dr. Beck „Braucht die Medizin eine Ethik“?
Themenänderung vorbehalten


Leider musste das Kleine Theater sämtliche Veranstaltungen bis zum 19.04.2020 absagen. Wir werden zu gegebener Zeit in Abhängigkeit von den verfügbaren Räumlichkeiten mit dem Referenten einen neuen Termin vereinbaren.